Die Kapelle rumtata...

"Dann kann der Winter ja kommen!" ist der überaus originelle Satz, den gefühlt jeder zweite vorbei schreitende Wanderer auf den Lippen trägt, wenn wieder einmal eine Ladung Brennholz in den Holzschobern einsortiert wird.

 

Dieses Jahr stand aber zunächst noch ein weiteres Großprojekt auf unserer nicht enden wollenden To-do-Liste: Für unsere kürzlich erworbene Schneefräse sollte eine Garage gebaut werden. Getreu dem Motto "Eigenwillig in der Form - Vertraut im Stil" schreinerten wir eine Behausung, die in Material und Ausführung unseren Carports gleichen sollte. Nur etwas kleiner, dafür aber außergewöhnlich hoch und schmal... Aufgrund ihrer extravaganten Form und ihrer leicht erhöhten Lage hat sich in der Bauherrenfamilie schnell der Name "Kapelle" durchgesetzt.

 

In den Regenpausen vergnügt sich der Waldschrat in seinem Hauswirtschaftsraum, der hüttenintern auch "Keller" genannt wird. Dort gilt es auch nach über 3 Jahren noch, Ordnung in das Stromchaos zu bringen. Ein Schicksal, das er im übrigen mit den Honigmonden teilt...

 

Im Honigmond verlagerten sich die Baumaßnahmen - nach der Fertigstellung der Küche - wieder in den Außenbereich. Der zweite Holzschober wurde fertig gestellt und mittig mit einem kleinem Geräte-Kabuff versehen. Dann sollte noch ein kleiner Lärchenzaun gezogen werden, um neben dem Carport weitere Abstellmöglichkeiten für Mülleimer, Fahrräder, o. ä. zu schaffen. Allen Unkenrufen zum Trotz ist dieser dann erstaunlich gerade und standfest geraten...

 

Na, dann kann der Winter ja kommen!!!

 

 

 

Die Grundstücke

Zum Schwelgen in Erinnerungen...die Veränderungen der Grundstücke!

Küchenstudio de Luchs

Mit etwas Verzögerung endlich mal wieder ein Hütten-Update...

in der Honigmond-Hütte wurde die Küche eingebaut-vorbei sind die Zeiten der alten Elektrokochplatte, die uns die letzten drei Jahre treu zur Seite stand!

Als Grundlage fürs neue Kochstudio dienten die Korpusse eines bekannten schwedischen Einrichters.

Diese wurden aber durch das Anbringen von Eichendielen etwas rustikaler verblendet. Als besonderes Highlight wurde eine Arbeitsplatte aus massiver Eiche aufgeschraubt. Diese musste vorher noch in aufwendiger Weise in Form gebracht werden: eine derbe Baumkante wurde hineingehobelt, und besonders knifflig war die Verbindung der beiden Einzelplatten in L- Form, die uns einiges an Nerven kostete...nicht nur, dass die einzelnen Platten der Länge nach aufgesägt und wieder geleimt wurden, um möglichst dem gefürchteten Schüsseln vorzubeugen, sondern auch der L-förmige Verbund musste geleimt und unterseits mit Plattenverbindern zusammengeklammert werden...

Da der Waldschrat hier starke Hilfestellung leisten musste, blieben die Arbeiten für die große Hütte in der Zeit liegen- aber das Carport konnte winterfest verschlossen werden und sieht fertig geschindelt richtig gut aus!

 

Eiche meets Eisen

Während Herr Waldschrat den neuen Holzunterstand mitsamt Geräteschuppen erfolgreich fertig gestellt hat,

wurde beim Honigmond die Tür zum Gesindezimmers in klassischer Manier beidseitig durch rustikale Lärchenbretter verschönert.

Als Tüpfelchen auf dem i wurde auch hier wieder ein Eichenast aus dem Mascheroder Holz zum Türgriff umgewidmet.

Auch die Möbelserie "Eiche meets Eisen" wurde im Honigmond erweitert: Ein TV- Tischchen und ein Regal für die Wellnessecke wurden gebaut.

Obwohl diesen Sommer die Setzung der Häuser offiziell abgeschlossen sein sollte, begünstigt die warme und trockene Witterung offensichtlich immer noch die Bewegung der Häuser-

lautes Knacken, insbesondere in der Nacht, deutet darauf hin, dass unsere Häuser noch mobil sind.

Wichtigster Indikator des Setzungsprozesses ist der Schornstein der Waldschrat-Hütte. Dort klafft mittlerweile eine riesige Lücke, die in naher Zukunft durch eine weitere Lage Schieferplatten abgedeckt werden soll.

Abschied von "Adolf"

Auf den Grundstücken tut sich einiges...unser Bauwagen "Adolf", der uns durch dick und dünn begleitet hat, ist endlich abgeholt und der freigewordene Platz sofort wieder belegt worden: das Gerüst für den neuen vier Meter langen Holzstadl stand schon bei Fuss und wurde mithilfe einer Seilwinde an seinen zukünftigen Standort gezogen. Dann erfolgte der letzte Feinschliff: eine komplette Verschindelung und als zusätzlicher Clou ein abschliessbares Segment, um Gartengeräte verstauen zu können.

Parallel dazu begann der Waldschrat damit, das nun von Brennholz befreite Carport ebenfalls durch eine Schindelwand wetterfest zu machen.

Auf Seiten der Hütte Honigmond war das vorrangig beherrschende Thema "Garten"- es wurde gesenst,gemäht und neu gepflanzt. Mit grosser Begeisterung konnte registriert werden, dass zu den "alten" Gartenbewohnern sich auch immer mal wieder neue hinzugesellen. Als sehr standorttreu erweist sich zur Zeit ein Hase, der bei der Gartenarbeit tatkräftig mithilft, indem er den Klee wegmümmelt.

 

Feinschliff

 

Die schlimmsten Schlachten sind geschlagen. Somit erklärt sich auch die lange Sendepause hier auf diesem Äther. Jetzt wird vorwiegend noch aufgehübscht, fertiggestellt, eingerichtet,...

Da ist zunächst das Zimmer 3 in der Waldschrat-Hütte zu nennen. Ursprünglich als Schlafzimmer konzipiert, wurde es mittlerweile zu einem Wohnzimmer umfunktioniert, inklusive eines abenteuerlichen Gästehochbetts. Eingerichtet wurde es mit Bauernschrank, Tisch und Ledersofa, um diese dann anschließend aufwendig und liebevoll zu  illuminieren. Bilder werden in Kürze sicher noch ergänzt...

Bei den Honigmonden stand Anfang des Jahres die Fertigstellung des Carports im Zentrum der Aktivitäten. Auch hier kann "Vollzug" gemeldet werden, inklusive Dämmung, Vertäfelung, Elektrifizierung und dezenter Möbilisierung des Gesindezimmers.

Stichwort "Möbel": Auch hier haben sich beide Bauherren ordentlich ins Zeug gelegt. Waldschrat hat einen passgenauen Eckschrank für das Schlafzimmer 2 gezimmert, während Honigmond die Möbelserie "Eiche meets Eisen" in Form eines Sideboards begonnen hat.

Kommen wir zum Außenbereich. Hier gilt es nun so langsam Abschied von unserem Bauwagen "Adolf" zu nehmen. Er soll in den nächsten Wochen abgeholt werden und wird dann sein weiteres Leben in einem Kindergarten fristen. Seine Stelle wird zukünftig ein weiterer Holzstadl einnehmen, dessen Rohbau bereits errichtet ist. Verschalt wird dieser in bewährter Lärchenschindel-Technik.

Auf der Honigmond-Seite entscheidet sich in den nächsten Wochen die spannende Frage: Hirschfutter oder Bienenweide? Die das Grundstüch umschließenden Trockenmauern wurden mit Steinpflanzen bestückt, in der Hoffnung, dass diese sich zukünftig zu einem bunten Blumenmeer ausweiten und Hummeln und Schmetterlingen mit süßem Nektar bewirten werden. Aber: Der Feind liegt schon auf der Lauer (siehe Foto)...

Es gibt jedoch ein weiteres, noch viel kriegerisches Battlefield auf dem Honigmond-Grundstück. Und hier heißt der Wettstreit "Mensch gegen Waschbär", allerdings bisher mit klaren Vorteilen für die Waschbärfraktion. Streitpunkt und Objekt der Begierde ist die Vogelfutterstation, die trotz massiver Aufrüstung fast jeden Morgen abgerissen und leergefuttert auf dem Boden wiederzufinden ist. Doch aufgegeben haben wir noch nicht! Der neueste Clou ist ein futuristisches Schutzschild, das lächerlich groß über der kleinen Futterstelle thront...

Hüttengaudi

Im Oberharz herrscht perfektes Winterwetter: eine dicke Schneedecke liegt, und da es auch relativ windstill ist, haben nun die Häuser und Carports eine ordentliche "Mütze" auf.

Die Haus-Loipe ist gespurt, und da wundert es nicht, dass die Bautätigkeiten auf ein Minimum reduziert wurden- auf der Agenda stehen in erster Linie Langlauf-Touren, Schneeschippen und Geniessen des Winterwunderlands.

Kleinere Arbeiten wurden noch vor Wintereinbruch erledigt, z.B. wurde in der Küche der Waldschrat- Hütte eine rustikale Eichentür eingebaut.

In Carport der Honigmond- Hütte wurde die Elektrifizierung vorangetrieben- beide Carports verfügen nun auch über eine Aussenbeleuchtung, so dass die Grundstücke endlich nachts nicht mehr stockfinster sind! Man sah die Hand vor Augen nicht!

Auch das Innere des Honigmond- Carports ist nun stromversorgt, so dass endlich wetterunabhängig gearbeitet werden könnte...wenn das tolle Wetter nicht wäre!